Das "neue" und das "alte" Helsalinchen. Dem Werbezeichner von 1950 scheint unser Helsalinchen auch begegnet zu sein. ;-)Alter Kram aus helsa-Kellern.
25.07.2018 helsainside, helsanews
Von: Elke Hühnel

Geheimnisvoller Mitbewohner bei helsa

Eine Begegnung der anderen Art

Als ich vor einigen Jahren die Öffentlichkeitsarbeit der helsa-Gruppe übernahm, ahnte ich noch nichts von den ungeheuren Schätzen und Geheimnissen, die mir zusammen mit dieser Aufgabe übergeben und anvertraut wurden.

Zunächst einmal sammelten sich in meinem Büro mehr und mehr Stapel mit Produktbroschüren, Pressetexten, Fotografien, Messeberichten und Werbematerialien aus längst vergangenen Zeiten. Nach jeder Entrümpelungsaktion von Büros, Kellerräumen oder Archiven wurde ich liebevoll von meinen Kollegen mit den Überbleibseln bedacht, die zum Aufheben zu unbedeutend zum Wegwerfen aber irgendwie noch zu schade schienen. „Du kannst das doch noch gebrauchen, oder?“, so die Kommentare.

Ich sammelte und sammelte. Zugegeben, ich hatte auch Ideen und Pläne, diese Relikte der Vergangenheit zu archivieren, zu sortieren und zu verwalten, jedoch fehlten Zeit und Notwendigkeit. Im Zeitalter globaler, digitalisierter Datenvernetzung haben sich außerdem Zielgruppen, Sprache und Botschaften so was von verändert, dass man tunlichst seine Kunden mit Werbeslogans von 1947 verschonen sollte. So dachte ich jedenfalls bis vor Kurzem.

Kennen Sie „Throwback Thursday”? Ja? Haben Sie Spaß daran, einmal die Woche in der Vergangenheit zu kramen und Fans und Followern zu twittern oder zu posten, was vor 20, 50 oder gar 70 Jahren angesagt war?

Stellen Sie sich vor, mit „Throwback Thursday” hat alles begonnen. Im Team hatten wir beschlossen, dem Facebook Auftritt von helsa einen wöchentlichen „Throwback Thursday” zu gönnen. Ein idealer Ort, endlich mal den alten Kram aus meinem Büro nutzbringend der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Wir trafen uns also eines Donnerstags zum Sichten der Unterlagen. Manches brachte uns zum Schmunzeln, zum Staunen oder auch zu anerkennendem Lob. Die Zeit verflog, unsere Kollegen verabschiedeten sich schon in den Feierabend und irgendwann waren wir ganz allein im Haus.

Huch, was war das? Eine Werbeanzeige aus den 1950er Jahren (Sie sehen sie oben) begann, sich ohne unser Zutun zu verändern. Von einem leisen Rascheln begleitet, beobachteten wir sprachlos die Verwandlung der dort gezeichneten Figur zu einem lebendigen, kaum fingerhohen und fast unsichtbaren Wesen mit freundlichen schwarzen Knopfaugen.

„Ich lebe schon immer hier bei helsa. Früher kannte man mich auch, aber mit der Zeit bin ich in Vergessenheit geraten“. Es sei lichtscheu, schüchtern und ängstlich, doch dafür sehr neugierig, verriet es uns im Gespräch. Sobald im Hause die Lichter ausgingen, flöge es herum, krame in Lagerhallen und Kartons, in Büroschränken und Musterkoffern. Nun habe es so viele Fragen zu alledem Gesehenen, dass es fast platze, verriet es uns.

Meiner Kollegin steht der Mund offen: „Das glaubt uns kein Mensch!“ „Muss ja auch nicht“, unterbricht Helsalinchen belehrend: „Hauptsache, Ihr habt mich gefunden und könnt mir meine Fragen beantworten! Aber jetzt ist es mir zu hell. Wir treffen uns nächsten Donnerstag wieder, gleicher Ort – gleiche Zeit!“ Und schwupp, ist alles so, als wäre nichts geschehen. Die Anzeige mit dem „guten Geist der guten Konfektion“ liegt harmlos und unverändert vor uns.

Es ist spät, wir gehen nach Hause. In dieser Nacht schlafe ich nicht. Talent zum Zeichnen habe ich leider keines, aber trotzdem wage ich für Euch den Versuch einer Darstellung von Helsalinchen, Ihr seht es oben neben der alten Werbezeichnung.

Und nun langes Warten bis zum nächsten Donnerstag... 

 

PS: Ach ja, und folgendes passierte, als wir unsere aktuelle Ausgabe der Mitarbeiterzeitung helsanews herausbrachten: Schaurig, was? ;-) 

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