Die klassische Männermode ist lässiger geworden. <br>Zeit, sich mit den helsaform Tipps dafür fit zu machen.Ein gepflegtes Erscheinungsbild bleibt Pflicht, darf aber gerne freier interpretiert werden.Der Herrenanzug: Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, ihn individuell zu stylen.
31.08.2018 helsapedia, helsanews

So viel Form muss sein

helsaform Tipps für Casual Liebhaber

Da steht er nun also, schick in Anzug, Hemd und Krawatte gekleidet und wartet. Kaum ertönt das Signal, spurtet er los. Doch nicht etwa nur leicht gehetzt wie zu einem Businesstermin, nein, in straffem Joggingtempo. Und mit ihm: eine riesige Menge anderer Läufer.

Man hätte schon am sportlichen Kopftuch erahnen können, dass dies kein Mann ist, der auf dem Weg ins Büro ist. Nein, er ist Teilnehmer am Hamburger Marathon 2017 und finisht ihn nach dem Guinness Buch der Rekorde als schnellster Marathonläufer im Anzug.

Felix Mayerhöfer, der 35jährige Oberpfälzer, lief in einem atmungsaktiven klassischen Anzug und fand „es macht keinen Unterschied, ob ich mit dem oder in legerer Laufkleidung angetreten wäre“.

 

Alles nur ein Werbegag?

Nicht nur! Es mag etwas verrückt wirken, doch steht es symptomatisch für einen brandaktuellen Trend in der Anzugmode: Anzüge werden bequemer, zwangloser und individueller. Mehr Casual eben. Ein Dresscode mit Wohlfühlcharakter, keine lästige Pflicht.

Seit vor 10 Jahren der Casual Friday eingeführt wurde, hat sich vieles getan. Starre, unbequeme Zwirne verschwanden aus den Kleiderschränken und eine gewisse Lässigkeit ist salonfähig geworden. Die Hersteller achten auf mehr Bewegungsfreiheit und Komfort. Gerade die junge „Generation Mann“, die mit schmalen Silhouetten und weicher Verarbeitung groß geworden ist, legt Wert auf Bequemlichkeit.

 

Wie viel Casual darf der Anzug?

Der Casual Anzug kann sich vieles herausnehmen: Soft geformte Schultern, weiche Stoffe, sportliche Details, die Silhouette nicht so formell – all das ist erlaubt. Weiße Sneakers statt Lederschuh, T-Shirt statt Hemd, Blouson statt Sakko: allesamt etablierte Feinheiten und modischer Konsens.

Sie sehen, wie frei Anzug heute interpretiert werden darf!

Diese scheinbar unbegrenzte Freiheit ist dabei Chance und Stolperstein zugleich. Wieviel Individualität im Styling ist erlaubt? Wo sind Grenzen?

 

Kreativ sein – aber bitte mit Respekt

Ein Anzug muss ein Anzug sein. Darin sind sich Fashion Experten einig. Der klare Businessfokus muss bleiben. 

Brechen Sie Ihr Outfit auf mit mutigen Details, doch bleiben Sie dabei gepflegt. Wenn Sie unseren helsaform Tipps beherzigen, sind Sie auf der sicheren Seite.

 

5 Tipps für den gekonnten Casual Look

 

  1. Das Hemd macht den Unterschied!
    Kräftige Farben, auffällige Muster, bunte Knöpfe oder Paspelierungen – Hauptsache weg vom Einheitsweiß.  

  2. Bye Bye Tie!
    Lassen Sie die Krawatte weg, tragen Sie Fliege oder einfach nur offene Hemdknöpfe. Oder wenn Krawatte, dann trendy selbst gehäkelt oder gestrickt!

  3. Mix and Match!
    Jacke und Hose aus einem Guss? Von gestern! Kombinieren Sie Farben und Stoffe, aber bitte in Balance bleiben.

  4. Socken rocken!
    Greifen Sie zu knalligen Strümpfen als Farb-Akzent!

  5. Cool zu Fuß!
    Sneakers sind erlaubt, allerdings nur, wenn der Rest sehr „business“ bleibt.

 

Männer, vergesst nicht:
Ihr seht in Anzug einfach besser aus, strahlt Seriosität und Modebewusstsein, tretet professioneller auf. Wenn Euer Anzug dann auch noch bequem und individuell gestylt ist, habt Ihr eine Allzweckwaffe für guten Stil!

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