Das Team von helsa-Icon Indiahelsa Produktionsstätte in Hyderabad, Indienhelsa Produktionsstätte in Kambodschahelsa Team in Kambodscha mit Gerd Homski, Geschäftsführer helsa formRon Liao, Geschäftsführer am kambodschianischen helsa Standort
27.06.2016 helsainside, helsakarriere, helsanews

Internationalität als Erfolgsgarant, Asien als Wachstumsmarkt

helsa Produktionsstätten in Indien und Kambodscha

Im Zeitalter der Globalisierung ist es mittlerweile für die meisten produzierenden Unternehmen unumgänglich geworden, auch im Ausland Produktionsstandorte zu eröffnen. Hier geht es nicht allein um günstige Fertigungskosten, sondern darum, die Ware dort herzustellen, wo sie auch benötigt wird. Weite Transportwege über Kontinente hinweg sind insbesondere für voluminöse Güter ökologisch fragwürdig und auch nicht rentabel. Zudem sollten große Kunden auf direktem Wege vor Ort betreut werden können – Deshalb hat sich der Unternehmensbereich ‚Fashion Shaping‘ vor vier Jahren entschlossen, vier neue Standorte aufzubauen: in Spanien und der Türkei sowie in Kambodscha und Indien.


Insbesondere die asiatischen Produktionsstätten schaffen Möglichkeiten, wichtige Märkte im Bekleidungssektor rund um Vietnam, Bangladesch und Indonesien bestens beliefern und betreuen zu können. Will man die Bedeutung des asiatischen Marktes im internationalen Umfeld verstehen, so schaut man sich am besten die Zahlen an:


•    Insgesamt produziert helsa 58 Mio. Paar Schulterpolster, 11 Mio. Ärmelfische
•    In Indien und Kambodscha stellt das Unternehmen 12,6 Mio. Paar Schulterpolster her, also 22% der Gesamtproduktion
•    Die Fertigung von Schulterpolstern ist in Indien von 1.3 Mio. (2012) auf 5,5 Mio. (2016) gestiegen.
•    In Kambodscha konnte die Produktion von Schulterpolstern von 1 Mio. (2012) auf 7,2 Mio. (2016) angehoben werden.


Gerade in der Bekleidungsindustrie hat man schon seit vielen Jahrzehnten auf die Verlagerung der Produktion in andere Länder gesetzt. Ging man erst nach Osteuropa, dann nach China, so ist der derzeitige Wachstumsmarkt Indien, Kambodscha, Vietnam oder Myanmar. China verliert von Jahr zu Jahr mehr an Bedeutung und setzt stattdessen auf High-Tech und Automobilzulieferer.

 

helsa in Indien – im Land der Gegensätze

Das asiatische Land ist sicherlich ein Reich der Extreme: Seit Jahren wächst das Inlandsprodukt, aber fast ein Drittel der Bevölkerung lebt in bitterer Armut. Indien zählt alleine 23 Sprachen sowie Englisch als Amtssprache, hinzu kommen viele Dialekte und sehr unterschiedliche Schriften. Viele Religionen leben zusammen, darunter Hindus, Moslems, Christen, Juden, Buddhisten, Skihs und Parsen.


Helsa-Icon India hat seinen Produktionsstandort in Hyderabad, der Hauptstadt von Andhra Pradesh in Süd-Indien, einer Metropole mit 6,9 Mio. Einwohnern. Die Stadt, Touristenmagnet und Mekka der IT-Branche blickt auf 400 Jahre Geschichte zurück. Das Herz des indischen Werkes ist Aartee Patil, Geschäftsführerin und Mitteilhaberin. Die studierte Chemieingenieurin, früher im Kraftwerksbau tätig, startete im Jahr 2000 mit einem eigenen Unternehmen für genadelte Schulterpolster. Mit dem richtigen Riecher und viel Talent in Vertrieb und Marketing konnte sie das Produktspektrum Schritt für Schritt erweitern. Zufälle schufen einen Kontakt mit helsa und so schloss man ein Joint-Venture, das 2011 startete. Aartee Patil, eine Ausnahme-Unternehmerin, gewann mit ihrem Engagement 2004 und 2009 den ‚Best Woman Entrepreneur-Award‘ der Wirtschaftskammer von Andhra Pradesh. Mittlerweile beschäftigt helsa-Icon India zwei Manager, einen Supervisor und 60 Mitarbeiter in der Produktion. Täglich werden zwischen 8000 und 9000 Schulterpolster hergestellt und vor allem die Bekleidungsindustrie in Bangladesh und Sri Lanka beliefert. Noch immer wächst das Unternehmen. Ziel ist innerhalb der nächsten drei Jahre die Produktion auf 4,5 Mio. Schulterpolster im Jahr zu steigern – eine Herausforderung, die Aartee Patil auch noch meistern wird.

 

helsa in Kambodscha – im Land der Khmer und dem neuen Zentrum Südostasiens

Wenn die Bekleidungsindustrie immer weiter nach Südostasien zieht, dann sollten auch die Zulieferer folgen. helsa hat diesen Trend Gott sei Dank rechtzeitig erkannt und bereits 2010 einen Standort in Kambodscha errichtet, der 2015 um ein neues großes Fertigungsgebäude erweitert wurde. In den letzten vier Jahren konnten hier hohe Wachstumsraten erwirtschaftet werden und auch das Personal wurde von anfänglich 19 auf 82 Personen aufgestockt. Ron Liao, der bereits viele Jahre lang Erfahrungen in der Herstellung medizinischer Textilien in unterschiedlichen Unternehmen sammeln konnte, arbeitet seit 2011 für helsa und ist nun Geschäftsführer am kambodschanischen Standort. Der gebürtige Chinese hat viel vor in der Industriezone Sangkat Prey Angkonh Bavet City und die Erfolge der letzten Jahre zeigen, dass man hier noch mit einem deutlichen Wachstum rechnen kann. In Kambodscha trifft man bei allen Mitarbeitern auf starkes Engagement und die rasche Auffassungsgabe eines jungen Teams – beste Voraussetzungen für das neue Zentrum Südostasiens.

 

Verantwortung, Verbindlichkeit, Nachhaltigkeit international - der helsa Compliance und Safety Standard

Wie oft sind in den letzten Jahren Fertigungsstätten der Bekleidungsindustrie im asiatischen Raum in Verruf geraten: miserable Arbeitsbedingungen, Kinderarbeit und vieles mehr stehen im Zentrum der Kritik. helsa fertigt international ausschließlich in eigenen Produktionsstätten und kann alle Parameter, wie Sozialstandards, Arbeitszeiten, Produktionsmethoden, Rohstoffeinsatz und vieles mehr, selbst kontrollieren und verantworten. Das ist ein großer Vorteil. Zusätzlich dazu hat das Unternehmen einen Compliance and Safety Standard definiert, der nun Schritt für Schritt in allen ausländischen Werken offiziell eingeführt wird. „Wir wollen ethische Vorstellungen in sehr hohem Maße realisieren“, erklärt Inhaberin Monika Sandler das Engagement ihres Unternehmens. Als deutsches Familienunternehmen ist helsa seinen sozialen, ethischen und ökologischen Werten verpflichtet. Alle Führungskräfte der Firmen-Gruppe haben einen ‚Code of Conduct‘ unterschrieben, der Arbeitszeiten, Gehalt, Arbeitsplatzsicherheit, das Verbot von Kinderarbeit sowie einige andere rechtliche Grundlagen regelt. In Zukunft soll das helsa Compliance and Safety Standard Siegel die Einhaltung all dieser Forderungen kennzeichnen.


Das deutsche Familienunternehmen helsa fertigt weltweit an sieben Produktionsstätten und hat 37 Vertretungen inne. Alle, die im Ausland wertvolle Erfahrungen sammeln wollen und lernen möchten, wie man sich auf internationalem Parkett bewegt, sind bei uns richtig.
Unter anderem bietet unser Unternehmen spannende Stellen für:


•    Textilingenieure
•    Maschinenbautechniker
•    Textilmaschinenführer
•    Industriekauffrauen/-männer

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