Der H2S-Prüftstand: Hier werden Medien für helsa Stomafilter auf ihre Leistungsfähigkeit hin geprüft.helsa Stomafilter entfernen unsichtbare Gerüche und garantieren so <br>Patienten mit künstlichem Darmausgang mehr Lebensqualität.
29.05.2019 helsainside, helsapedia

Ich sehe was, was Du nicht siehst - Teil 1

Wie wir bei helsa Unsichtbares sichtbar machen

Kürzlich war ich mal wieder im Theater: Der Broadwayklassiker und Leinwanderfolg aus den 50er Jahren „Mein Freund Harvey“ wurde gegeben und mit ihm ein Ganzkörpermuskeltraining der besonderen Art. Wenn Sie die Story um den unsichtbaren, 2,10 m großen Hasen Harvey kennen, wissen Sie, wovon ich spreche. Lachen bis der Bauch verkrampft. Übrigens, auf YouTube kann man den Streifen nachsehen, sehr empfehlenswert.  

Und schon bin ich beim Thema: Es geht um das Unsichtbare. Was wäre unser Leben ohne elektrischen Strom, ohne Radiowellen oder ohne Sauerstoff, um nur ein paar wichtige Unsichtbarkeiten um uns herum zu nennen? 

Wir bei helsa haben uns bekanntlich dem Unsichtbaren verschrieben, helsa Filter zum Beispiel entfernen zuverlässig unsichtbare Gerüche und Schadgase aus unsichtbarer Luft. Aber, woher wissen wir eigentlich so genau, dass das auch tatsächlich immer funktioniert? Zu sehen gibt es ja gar nichts? 

Wir haben uns mal auf die Suche gemacht und möchten Ihnen in unserer kleinen Reihe zwei helsa Messgeräte vorstellen, die Unsichtbares sichtbar bzw. zählbar machen

 

Der H2S-Prüfstand

Prüfgegenstand: Medien für Stomafilter

 

Für alle Nichtchemiker unter Ihnen: H2S, auch Schwefelwasserstoff genannt, ist ein unsichtbares aber hochgiftiges Gas. Außerdem verdanken wir dieser Substanz den Duft, den wir von faulen Eiern kennen. Bei Fäulnis-, Verwesungs- oder Verdauungsprozessen kann sich H2S in geringen Konzentrationen bilden. Keine Sorge übrigens, solange Schwefelwasserstoff riechbar ist, besteht keine Vergiftungsgefahr.  

H2S eignet sich sehr gut als Referenzgas, wenn es um die Qualitätsprüfung von Stomafiltern geht. Diese kleinen Helfer leisten, fast unbemerkt, Menschen mit künstlichen Darmausgängen wichtige Dienste, indem sie unkontrolliert entweichenden Verdauungsgasen die Duftnote entziehen. Verheerend, wenn ein Filter nicht funktionieren würde. Deshalb messen wir bei helsa kontinuierlich und produktionsbegleitend unsere Filtermedien am H2S-Prüfstand. 

Hierbei handelt es sich um eine Durchflussmessung. Ein erstellter Filterprüfling ist so in die Apparatur eingespannt, dass er von einem Gasstrom mit definierter H2S-Konzentration ununterbrochen durchflossen wird. Da H2S sehr giftig ist, findet die Prüfung im Abzug statt und sämtliche Sicherheitsvorkehrungen sind einzuhalten.

Der Prüfling adsorbiert nun das Schadgas solange, bis seine Leistungsgrenze erreicht ist, wir sprechen dann vom Durchbrechen des Filters. Nach circa 1 bis 2 Stunden ist dieser Punkt erreicht. Es braucht ein wenig Geduld bei der Durchführung, dafür erhält man zum Schluss eine schöne graphische Auswertung mit allen wichtigen Messwerten zur Dokumentation und - was noch wichtiger ist, der Patient ein sicheren Filter, der leistet, was er soll. 

 

Lesen Sie demnächst hier in Teil 2, wie uns ein weiteres Analysegerät hilft, Kundenwünsche noch gezielter umzusetzen. 

 

 

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