Modedesigner wissen, welcher Stoff welchen Faltenwurf zeigt und arbeiten gezielt mit diesen Eigenschaften.Für plissierte helsa Aktivkohlefilter ist Biegesteifigkeit eine wichtige Kenngröße.Elastomerbeschichtete Membranen von helsa sind mit einer Dicke von 0,16 – 0,4 mm <br>hauchdünn und haben damit einen geringen Biegesteifigkeitswert.
22.10.2018 helsapedia

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B wie Biegesteifigkeit

Ein seltsames Wort, nicht wahr? Die Begriffe „biegen“ und „steif“ scheinen nicht recht zueinander zu passen. Wir bringen heute Licht ins Begriffe-Dunkel!  Kommen Sie mit uns in die Welt der Stoffe?

Jeder Schneider wird Ihnen erzählen, dass die Eigenschaften eines Stoffs großen Einfluss auf das Erscheinungsbild des fertigen Kleidungsstücks haben. Ob ein Rock aus dünnem Musselin genäht wird oder aus steifer Rohseide, macht einen Riesenunterschied: Einmal fällt er fließend und einmal hat er ordentlich Stand.

Und damit sind wir auch schon bei „Biegesteifigkeit“.

Sie ist das Maß, das definiert, welchen Widerstand ein Material gegen eine Krümmung aufbietet – wie lange es also steif bleibt, obwohl es gebogen wird.

Ein Beispiel für Sie. Schiebt man eine Wachstischdecke über die Tischkante: Wie lange bleibt sie steif und ab wann knickt sie ab und fällt nach unten?

In der Forschung misst man dies natürlich ein wenig professioneller und zwar mit einer textilphysikalischen Prüfung, zum Beispiel dem Verfahren nach Cantilever.

Biegesteifigkeit berechnet sich aus E x I und wird in Nmm2 angegeben. E ist dabei das Elastizitäts-Modul in (N/mm2) und l das Flächenträgheitsmoment in (kg/m2). Je kleiner der Wert ist, umso biegsamer ist das Material. Je größer der Wert ist, umso steifer ist es. 500 Nmm2 entsprechen also etwa einem leichten Sommerkleidchen, 20.000 Nmm2 dagegen einem voluminösen Taftkleid. 

Verlassen wir nun wieder die Welt der Textilien, so gilt das Maß der Biegesteifigkeit auch dort ganz generell für alle Materialien, deren Biegeverhalten von Interesse ist. Man untersucht zum Beispiel Karton, Leder, Kunststoff, Stäbe oder Platten, weil ihre Stabilität maßgeblich Einfluss auf ihre Einsatzzwecke nimmt.

 

 

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