Adsoprtion - ihr Wirkprinzip ist vergleichbar mit einer Torte, die man ins Gesicht geworfen bekommt. Keramische Aktivkohlewabenkörper von helsa werden unter anderem als Geruchskiller in Dunstabzugshauben eingesetzt.Aktivkohle-Granulat, bereit für die weitere Verarbeitung.Auch Schäume oder Vliese können mit Aktivkohle imprägniert werden: helsa Sorbexx GS-Filtermedien.
02.10.2018 helsapedia

helsa ABC

A wie Aktivkohle

Haben Sie schon mal Aktivkohleeis geschleckt? Oder schwarzen Smoothie probiert? Die Zähne mit Aktivkohlezahnpasta weißer gemacht?

Aktivkohle begegnet uns ja seit einiger Zeit überall. Ist sie nun echtes Wundermittel oder nur aufgeblasener Marketingclou? Skepsis ist durchaus angebracht, man muss ja schließlich nicht jedem Hype aufsitzen, oder?

Ob die schwarze Gesichtsmaske die Haut nun revolutionär reiner macht oder der Smoothie uns deutlich gesünder, können wir Ihnen auch nicht sagen.

Was wir Ihnen aber verraten können, – denn dafür sind wir bei helsa Experten - ist, was Aktivkohle kann und für welche Einsatzzwecke ihre Eigenschaften perfekt sind.

 

So wird aus Kokosnussschale Aktivkohle

Bevor man Aktivkohle in Händen halten kann, durchläuft sie zwei Verarbeitungsschritte:
1. Das Karbonisieren und 2. das Aktivieren.

Ausgangsmaterial sind immer Rohstoffe, die selbst schon viel Kohlenstoff enthalten, wie Holz, Torf, Braunkohle, Fruchtkerne, Kokosnussschalen und ähnliches. In der „Pyrolyse“, dem Verbrennen ohne Sauerstoff, verflüchtigt sich im ersten Schritt alles, was nicht Kohlenstoff ist. Übrig bleibt ein pechschwarzes geschrumpftes Stück Kohle.

„Aktiv“ wird die Aktivkohle schließlich durch den zweiten Schritt, die „Aktivierung“, die chemisch oder durch Dampf möglich ist. Dabei passiert Folgendes: Es entsteht ein verwinkeltes Labyrinth aus feinsten Poren und Rissen, die nun die innere Oberfläche der Kohle bilden. Stellen Sie es sich wie ein Höhlensystem vor, das sich immer weiter verzweigt und deren Gänge dabei kleiner und schmäler werden. Auch der Vergleich mit einem Schwamm trifft es: Große, mittlere, feine und allerfeinste Poren bilden zusammen das Kohlenstoffgerüst.

Und nun kommt der Clou der ganzen Sache:

Durch ihre Struktur hat Aktivkohle eine enorme innere Oberfläche, nämlich 500 bis 1500 m2/g. Zum leichteren Vorstellen für Sie: Ein Teelöffel voll hat die Fläche eines Fußballfeldes! Grandios, oder?

Und damit sind wir auch schon bei dem, was Aktivkohle besonders gut kann.

 

Geniales Wirkprinzip

Aktivkohle bindet unerwünschte Stoffe. Diesen Job macht sie ziemlich gut und zwar deshalb, weil sie dafür so unglaublich viel Platz hat (Sie wissen – das Labyrinth).

Strömen nämlich die kleinsten Einheiten von Schadgasen oder Gerüchen durch dieses Labyrinth, werden sie in den Poren festgehalten. Das Zauberwort dabei heißt „Adsorption“ – das bedeutet Anlagerung von Teilchen an einen festen Körper. Stellen Sie sich vor, Ihnen wirft jemand eine Sahnetorte ins Gesicht: Dabei bleibt einiges an Ihnen haften, oder? Genau so funktioniert Adsorption. ;-)

Konkret bedeutet das also, dass Aktivkohle Gerüche und Schadstoffe binden und „aus dem Verkehr ziehen“ kann.

 

Eine saubere Sache

Aktivkohle wird wegen ihrer adsorptiven Eigenschaften für die Abgas- und Luftreinigung, Trinkwasseraufbereitung, Grundwassersanierung, in der Medizin und vieles mehr verwendet.

Wir bei helsa fertigen aus ihr Filtermedien für die Luftreinigung in Gebäuden, Industrieanlagen oder Autos, wie auch für Medizin- und Küchenanwendungen.

 

 

Seite drucken